Wie Ihr lest, bin ich in Sundsvall angekommen, war alles noch sehr stressig. Auf dem Weg von Whv nach Heide durfte ich zusammen mit Katarina noch die Vorzüge einer der Hamburger Mensen genießen, zuhause dann meinen Umzugskram ausgepackt (danke Paul!) und in meinem Zimmer gestapelt.
Plötzlich hieß es dann, wir fahren 1h früher nach Lübeck zum Flughafen und ich habe innerhalb einer 3/4h Dinge zusammengepackt, von denen die nächsten 5 Monate abhängen ;)
Ich habe noch nie so einen kleinen Flughafen wie den in Lübeck gesehen. Dort hatten wir zum Glück noch genug Zeit und ich genoss imBahnhofsFlughafenrestaurante ein vorläufig letztes Mal gute deutsche Hausmannskost: Sauerfleisch mit Bratkartoffeln (hier geht der Dank an meine Frau Mutter!)
Die Minuten in der Wartehalle sind dann nur langsam verstrichen und gleichzeitig viel zu schnell. Als ich mich dann schweren Herzens von Katarina und meiner Mutter getrennt hatte, gings dann los: Jacke ausziehen, Gepäck sowie Geldbörse usw. röntgen lassen, Gürtels ausziehen, Schuhe(!) ausziehen, Laptop auspacken, Laptop auf Sprengstoff untersuchen lassen, Laptop so gut es geht wieder einpacken, alles wieder anziehen, ...
Ich hatte mir natürlich die wärmsten und schwersten Schuhe und Klamotten angezogen, daher habe ich äh, entsprechend transpiriert.
Später im Flugzeug durfte ich mich und mein Saxophon, dass als "Mr. Musical Instrument" im Passagierraum befördert werden durfte, angeschnallen und so ein bisschen vor mich hingestinken und die Werbeaufkleber von Ryanair bewundert (man kommt sich ein bisschen vor wie in einem Linienbus).
Vom Flughafen in Skavsta/Nyköping dann mit dem Shuttle Bus nach Stockholm. Dort waren die Fahrkartenschalter am Bahnhof zwar schon geschlossen, aber ich konnte mir ein Bahnticket an einem Kiosk quasi wie eine Quittung ausdrucken lassen! Daraufhin habe ich mich und meine drei Koffer zum Hostel geschleppt, was bei der Ausbildung eines charaktervollen Geruchsprofils durchaus hilfreich war. Hilfsbereiter waren die Menschen, die mir den Weg zum Hostel sagen konnten ("Do You knwo where ...gatan no 5 is?" - "No, I'm sorry, we are from Austria." - "Achso, trotzdem vielen Dank!").
Als ich dann im Hostel war, habe ich im geräuschintensivsten Zimmer nach meinem Zimmer gefragt. Da hatte ich dann immerhin gleich einen Volltreffer... Der war mindestens so voll wie die fünf 17-jährigen Holländer in meinem Zimmer :D Aber was hilft's, die waren im Grunde ganz harmlos und ich durfte mittrinken und kenne jetzt auch ein neues Trinkspiel. (Sind Smilies in Blogs eigentlich unseriös? Egal...) Glücklicherweise sind die fünf dann auch weitergezogen. Darauhin habe ich mich angetrunkenerweise in ein Internetcafe geschlichen, um zu checken, ob ich nicht doch ein schwedischer "Mentor-Student" mich am Bahnhof abholt. Danach ins Bett gefallen und um sechse wieder hoch, zum Bahnhof.
Die Zugfahrt inkl. Sonnenaufgang war sehr schön. Noch schöner wäre sie gewesen, hätte ich in der Eile an so etwas Unwichtiges wie "Bücher" oder "Zeitschriften" gedacht. So blieb mir (zumindest für eine Stunde) nur das Uralt-Rennspiel "ReVolt" auf meinem Laptop. (Inzwischen habe ich in der zweiten Schwierigkeitsstufe den Platin-Pokal, aber immer noch nicht alle Autos, Grr...)
Am Bahnhof hat mich dann nicht mein Mentor-Student "Sara" abgeholt, sondern Nadine, eine Kommilitonin aus Whv. Ohne Sie hätte ich garantiert nicht das richtige "StuBo-Office" gefunden (Danke Nadine!). Dort empfing uns eine Mitarbeiterin mit dem klangvollen Namen "Jenny Johnsen", die uns außerdem ins Wohnheim in Nacksta gefahren hat! Hier war ich dann sehr überrascht von einem möblierten "Living-Room" zwei Bädern und einer gr0ßen Küche :)
Von meinen beiden rumänischen Mitbewohnerinnen (Elena und Oana) waren allerdings nur die Schuhe zu sehen und nachdem ich meine sieben Sachen eingeräumt hatte, fing ich an, mich seid langem mal wieder zu langweilen.
Erasmus hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt...
Nach einiger Zeit hörte ich dann die Wohnungstür und Getuschel. Dann ein lautes "Hello?" und wieder Getuschel. Ich dann raus aus meinem Zimmer und wir uns gegenseitig vorgestellt, meinerseits etwas aufgeregt.
Hier mal zwei Bilder von den beiden, posierend vor dem Wahrzeichen der Stadt Sundsvall, einemübergewichtigem TerrierDrachen

Elena und der Drache

und meine zweite Mitbewohnerin Oana
An just diesem Abend fand dann auch eine kleine Party statt und ich habe eine Menge Menschen kennengelernt.
So, Respekt an die, die bis hierhin durchgehalten haben, an den dreckigen Rest "Shame On You!" (Lest Ihr ja jetzt eh nicht, toll)
P.S.: Wer genau aufgepasst hat, denkt jetzt vielleicht "oh, da hat der Philipp in Stockholm jetzt aber doch nicht mehr geduscht". Hab' ich aber im Hostel als erstes getan, Ehrenwort. Oder auch "Alta, ich schwöa' dir!"
Plötzlich hieß es dann, wir fahren 1h früher nach Lübeck zum Flughafen und ich habe innerhalb einer 3/4h Dinge zusammengepackt, von denen die nächsten 5 Monate abhängen ;)
Ich habe noch nie so einen kleinen Flughafen wie den in Lübeck gesehen. Dort hatten wir zum Glück noch genug Zeit und ich genoss im
Die Minuten in der Wartehalle sind dann nur langsam verstrichen und gleichzeitig viel zu schnell. Als ich mich dann schweren Herzens von Katarina und meiner Mutter getrennt hatte, gings dann los: Jacke ausziehen, Gepäck sowie Geldbörse usw. röntgen lassen, Gürtels ausziehen, Schuhe(!) ausziehen, Laptop auspacken, Laptop auf Sprengstoff untersuchen lassen, Laptop so gut es geht wieder einpacken, alles wieder anziehen, ...
Ich hatte mir natürlich die wärmsten und schwersten Schuhe und Klamotten angezogen, daher habe ich äh, entsprechend transpiriert.
Später im Flugzeug durfte ich mich und mein Saxophon, dass als "Mr. Musical Instrument" im Passagierraum befördert werden durfte, angeschnallen und so ein bisschen vor mich hingestinken und die Werbeaufkleber von Ryanair bewundert (man kommt sich ein bisschen vor wie in einem Linienbus).
Vom Flughafen in Skavsta/Nyköping dann mit dem Shuttle Bus nach Stockholm. Dort waren die Fahrkartenschalter am Bahnhof zwar schon geschlossen, aber ich konnte mir ein Bahnticket an einem Kiosk quasi wie eine Quittung ausdrucken lassen! Daraufhin habe ich mich und meine drei Koffer zum Hostel geschleppt, was bei der Ausbildung eines charaktervollen Geruchsprofils durchaus hilfreich war. Hilfsbereiter waren die Menschen, die mir den Weg zum Hostel sagen konnten ("Do You knwo where ...gatan no 5 is?" - "No, I'm sorry, we are from Austria." - "Achso, trotzdem vielen Dank!").
Als ich dann im Hostel war, habe ich im geräuschintensivsten Zimmer nach meinem Zimmer gefragt. Da hatte ich dann immerhin gleich einen Volltreffer... Der war mindestens so voll wie die fünf 17-jährigen Holländer in meinem Zimmer :D Aber was hilft's, die waren im Grunde ganz harmlos und ich durfte mittrinken und kenne jetzt auch ein neues Trinkspiel. (Sind Smilies in Blogs eigentlich unseriös? Egal...) Glücklicherweise sind die fünf dann auch weitergezogen. Darauhin habe ich mich angetrunkenerweise in ein Internetcafe geschlichen, um zu checken, ob ich nicht doch ein schwedischer "Mentor-Student" mich am Bahnhof abholt. Danach ins Bett gefallen und um sechse wieder hoch, zum Bahnhof.
Die Zugfahrt inkl. Sonnenaufgang war sehr schön. Noch schöner wäre sie gewesen, hätte ich in der Eile an so etwas Unwichtiges wie "Bücher" oder "Zeitschriften" gedacht. So blieb mir (zumindest für eine Stunde) nur das Uralt-Rennspiel "ReVolt" auf meinem Laptop. (Inzwischen habe ich in der zweiten Schwierigkeitsstufe den Platin-Pokal, aber immer noch nicht alle Autos, Grr...)
Am Bahnhof hat mich dann nicht mein Mentor-Student "Sara" abgeholt, sondern Nadine, eine Kommilitonin aus Whv. Ohne Sie hätte ich garantiert nicht das richtige "StuBo-Office" gefunden (Danke Nadine!). Dort empfing uns eine Mitarbeiterin mit dem klangvollen Namen "Jenny Johnsen", die uns außerdem ins Wohnheim in Nacksta gefahren hat! Hier war ich dann sehr überrascht von einem möblierten "Living-Room" zwei Bädern und einer gr0ßen Küche :)
Von meinen beiden rumänischen Mitbewohnerinnen (Elena und Oana) waren allerdings nur die Schuhe zu sehen und nachdem ich meine sieben Sachen eingeräumt hatte, fing ich an, mich seid langem mal wieder zu langweilen.
Erasmus hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt...
Nach einiger Zeit hörte ich dann die Wohnungstür und Getuschel. Dann ein lautes "Hello?" und wieder Getuschel. Ich dann raus aus meinem Zimmer und wir uns gegenseitig vorgestellt, meinerseits etwas aufgeregt.
Hier mal zwei Bilder von den beiden, posierend vor dem Wahrzeichen der Stadt Sundsvall, einem

Elena und der Drache

und meine zweite Mitbewohnerin Oana
An just diesem Abend fand dann auch eine kleine Party statt und ich habe eine Menge Menschen kennengelernt.
So, Respekt an die, die bis hierhin durchgehalten haben, an den dreckigen Rest "Shame On You!" (Lest Ihr ja jetzt eh nicht, toll)
P.S.: Wer genau aufgepasst hat, denkt jetzt vielleicht "oh, da hat der Philipp in Stockholm jetzt aber doch nicht mehr geduscht". Hab' ich aber im Hostel als erstes getan, Ehrenwort. Oder auch "Alta, ich schwöa' dir!"
5Kommentare zu 'Arrival (26.-27.01.2008)'
sesch57
Habs bis zum Ende gelesen, sehr informativ. Ob das alle interessiert, dass du stinkst?
Freut mich, dass du gut angekommen bist, wünsch dir ne super Zeit!
Freut mich, dass du gut angekommen bist, wünsch dir ne super Zeit!
Hey Bart!
Re-volt is aber auch echt ganz schön hart! Müsste ich eigentlich auch mal wieder spielen ^^...macht Laune!
Wieso haste Elenas Kopf aus Foto Nr. 1 zensiert? Oder is das ne optische Täuschung ?
Wünsch Dir auf jeden Fall viel Spaß in Schweden!!!
...bring mir mal ne heisse Blondine mit!!!!! ^^
Re-volt is aber auch echt ganz schön hart! Müsste ich eigentlich auch mal wieder spielen ^^...macht Laune!
Wieso haste Elenas Kopf aus Foto Nr. 1 zensiert? Oder is das ne optische Täuschung ?
Wünsch Dir auf jeden Fall viel Spaß in Schweden!!!
...bring mir mal ne heisse Blondine mit!!!!! ^^
pb
Nö, die hat ne Kapuze auf.
Die bring ich Dir nur mit, wenn Du sie zumindest als zusätzliches Gepäckstück bezahlst, das macht 8€/kg...
Na gut, das wäre ein zusätzlicher Platz doch günstiger ;)
Die bring ich Dir nur mit, wenn Du sie zumindest als zusätzliches Gepäckstück bezahlst, das macht 8€/kg...
Na gut, das wäre ein zusätzlicher Platz doch günstiger ;)
Die Fahrtkosten würde ich natürlich übernehmen!!!
202
volle holländer sind ganz schlimm!!
