Zwei Monate hinter mir und zwei vor mir. Die Zeit ist nicht so schnell vorbeigegangen, wie ich befürchtet habe, und ich bin mit meiner Entscheidung, ein Semester hier zu verbringen, sehr zufrieden.Vor allem die 2 1/2 Wochen mit K. habe ich sehr genossen. Zum Glück hatte ich auch nur diesen 50% - Design - Kurs, d.h., ich war etwa vier mal in der Uni und wir haben viel unternommen und auch viel 'rumgegammelt, so wie sich das gehört ;)
Allerdings habe ich gehört, dass es in Whv ziemlich am brodeln ist und habe ein schlechtes Gewissen bekommen und daraufhin für den letzten Term hier (wie es sich für einen alten Wilhelmshavener Medienwirt gehört) gleich zwei 100%-Kurse gebucht: Einmal "Magazin Project" und "Narrative Forms In Media", wo wir einen Kurzfilm drehen. Mal sehen, wann ich Augenringe bekomme, das Magazinprojekt ist ja zum Glück freiwillig...
Und weil ich ja so loyal bin, kommen mich sogar ein paar Kommilitonen in Stockholm besuchen. Und meine Familie auch! Bloß zu mir nach Hause will keiner... Trotzdem freue ich mich schon!

Sie liebt diese Mütze ;)
Ja, was habe ich sonst noch zu berichten. Ist ja im Grunde auch egal, da nach 3-1/2-wöchiger digitaler Abwesenheit sowieso kein Schwein mehr hier 'reinguckt... Wo sind verdammt noch mal meine Ghostwriter?!?!

Die sind's nicht ...
Vorgestern hatte ich wieder Schwedenkontakt. Als ein dritter Schwede hinzukam, hat er mich bilderbuchmäßig gefragt "Vad heter du?" (Wie heißt Du?) und ich dann mit möglichst schwedischer Betonung "Jag heter Philipp" und er dann so "Ah, where are you comin' from?"... Verdammt, schon an diesen drei Wörtern erkennt der Kerl, dass ich nicht aus Schweden komme. Am Schwedisch will ich die nächsten zwei Monate noch ein bisschen arbeiten.

Einer der Schweden hat mir erzählt, typisch schwedisch und unübersetzbar wäre das Wort Lagom. Das heißt in etwa 'angemessen', 'passend'. Aber halt nur entfernt. Wenn jemand lagom ist, ist er maßvoll, zurückhaltend und nicht zu laut. Dieser Verhaltenskodex ist bei den Jüngeren allerdings nicht mehr so zu finden. Mehr dazu.
Ich weiß nicht genau, vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass die Gesellschaft hier nicht so gespalten ist. Vielleicht ist das auch nur mein subjektives Gefühl als 'Open-Minded-Erasmus-Student', aber ich glaube, dass ich in Deutschland die unterschiedlichen Schichten eher nicht in die gleichen Kneipen gehen, während der Austausch bei den Schweden größer scheint. Auch äußerlich sind die Unterschiede nicht so groß wie in Deutschland. Wie gesagt, dass ist zumindest mein Gefühl.

Paranoia!
Damit ihr bis hierher scrollt, habe ich wieder ein paar Photos eingefügt. Teilweise von der ersten Party in unserem Appartement, teilweise von Alnö und alle von mir, in der Uni kann ich nämlich jetzt Kameras ausleihen :)
God nat, ihr mediengeilen Perzeptionisten ;) !

Kommentar zu 'Halbzeitzahlen'
Coole Fotos ;)
